Mit dem neu geänderten Arbeitszeitgesetz zum 1. September 2018 wurde die tägliche Höchstarbeitszeit von 10 auf 12 Stunden erhöht. Darüber hinaus wurde die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 50 auf 60 Stunden erhöht. Die normale tägliche Arbeitszeit blieb jedoch bei acht Stunden. Die neue Regelung gilt auch für die Gleitzeit, so dass nach dem neuen Gesetz und wenn die spezifische Gleitzeitregelung (Betriebsvertrag oder Arbeitsvertrag) dies zulässt, alle Arbeitszeiten innerhalb des 12-Stunden-Tageshöchstbetrags als Standardarbeitszeit ohne Zuschläge für Überstunden gelten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Flexitime-Systeme existieren, um Überstunden durch Phasen der Arbeitszeitverkürzung über die vereinbarte Gleitzeit abzugleichen. Das österreichische Arbeitsrecht enthält detaillierte Bestimmungen über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, die der Arbeitgeber einzuhalten hat. Der Arbeitgeber hat die Pflicht, Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben, die Gesundheit und die Moral seiner Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz zu schützen. Diese Vorschriften betreffen die Größe, den Blitz und die Belüftung von Räumen, den Brandschutz, erste Hilfe, obligatorische Sicherheitshinweise usw. Die Einhaltung dieser Bestimmungen wird von der Arbeitsinspektorat überwacht. Je nach Anzahl der Mitarbeiter muss eine oder mehrere Sicherheitsbeauftragte ernannt werden. Darüber hinaus kann die Bundesschlichtungsstelle im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz auch offiziell die Fähigkeit zum Abschluss von Tarifverträgen freiwilliger Berufsverbände von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und bestimmten anderen Verbänden anerkennen.

Teilzeitarbeit in Österreich ist gesetzlich (Arbeitszeitgesetz) als jede Beschäftigung definiert, bei der die vereinbarte Wochenarbeitszeit im Durchschnitt unter der gesetzlich, tarifvertraglich oder baulichen Regelarbeitszeit liegt. Nach dem Günstigkeitsprinzip können Tarif- und Betriebsvereinbarungen nur eine kürzere normale Arbeitszeit vereinbaren. Seit 2007 (Änderung des Arbeitszeitgesetzes) wurde ein erhöhter Lohnsatz von 25 % für zusätzliche Arbeit (auch innerhalb der normalen Arbeitszeit) eingeführt. Zusätzliche Arbeit wird bis zur Grenze der normalen Arbeitszeit (40 Stunden pro Woche) definiert, daher beginnen die Überstundenvergütungssätze in der Regel über die 40-Stunden-Grenze hinaus, so dass die Änderung einen verbesserten Lohnsatz für Teilzeitarbeit unterhalb der 40-Stunden-Grenze eingeführt hat. Die Beschäftigung von Kindern (Minderjährige unter 15 Jahren oder vor Abschluss der Schulpflicht, je nach später) ist grundsätzlich verboten (nach bestimmten Bestimmungen sind Kinder ab 12 Jahren, die zu Hause oder in einem nahen Verwandten arbeiten, von dieser Regel ausgenommen). Somit ist 15 Jahre das Mindestarbeitsalter in Österreich. Im Allgemeinen gibt es keine formalen Voraussetzungen für den Abschluss eines Arbeitsvertrags. Wenn beide Parteien ihre Bereitschaft zur Aufnahme eines Vertragsverhältnisses angeben, kommt ein Arbeitsvertrag zustande.